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open call für VI im Ehemaligen Kartographischen Institut
Krotentahllergasse 3,  1080 Wien

Einreichung: bis 8. Okt. 2010 (per mail: raum@veronikabarnas.net)
Besichtigung: Mo. 13. Sept. 2010, 17:00 Uhr ACHTUNG!TERMIN GEÄNDERT zu 1.Aussendung!
              Sa. 18. Sept. 2010, 14.00 Uhr

Aufbau: 14. - 19. Nov. 2010
Eröffnung: 19. November. 2010 19:00 Uhr
Ausstellungsdauer bis 21. Nov. 2010

Kurtiert von: Veronika Barnas und Elke Krasny

Die Ausstellungsreihe unORTnung hat sich der temporären Besetzung leerstehender Räumlichkeiten in
Wien,zur Bespielung durch ortsspezifische künstlerische Interventionen verschrieben.
Im ehemaligen Kartographischen Institut, im 8.Bezirk, findet die Reihe mit der Ausgabe „VI“  ihren
Endpunkt in der künstlerisch topographischen Vermessung Wiens. Nachdem sich die letzten Ausgaben mit
Situationen an der Peripherie bzw. den Außenbezirken Wiens auseinandersetzten, kommt es nun zur
Konfrontation mit einem innerstädtischen Bereich.

Elke Krasny,
die als Co-Kuratorin fungiert, ist Kulturtheoretikerin mit den Arbeitsschwerpunkten Kunst, Architektur und Urbanismus des 20. und 21. Jahrhunderts, Kunst- und Architekturtheorie, Gender Studies,
Bildung; Ausstellungs- und Architekturkritikerin, freie Kuratorin im  Architekturzentrum Wien und
Lehrbeauftragte an der Akademie der bildenden Künste.

Das ehemalige Kartographische Institut, das bereits lange leer steht, war ein Nebengebäude des Militärgeographischen Institutes (MGI). Es beheimatete vier Abteilungen: Photographie, Photolithographie, Lithographie und Presse. Bevor es diese Funktionen innehatte, war es ein Bettenmagazin des Militärs.
Der Zuständigkeitsbereich des MGI umfasste die gesamte österreichisch-ungarische Monarchie. Es handelte
sich um ein Gebiet von rund 677.000 km², welches alle topographischen Formen Mitteleuropas von Steppen-
gebieten in Galizien bis in die Hochgebirgszonen der Alpen umfasste.
In Österreich gingen die Agenden des MGI nach dem Ersten Weltkrieg an das Bundesvermessungsamt und das Kartographische Institut über, wobei von letzterem die Erdmessung und Topographie 1923 im Bundesamt für
Eich- und Vermessungswesen
aufgingen.

Demnächst soll das ehemalige Kartographische Institut zu einem Altenheim umgebaut werden und steht nun,
gleichsam ein letztes Mal in dieser Gestalt vor dem Umbau, als zu interpretierender, raumspezifisch zu befragender, kartographisch zu mappender, performativ auszulotender Ort zur Verfügung .
KünstlerInnen aus allen Disziplinen sind eingeladen sich mit den Räumlichkeiten, ihrer Geschichte und
Funktion, aber auch mit dem urbanen Umfeld dieses geschichtsträchtigen Ortes inhaltlich, räumlich
auseinander zu setzen,
speziell für den Ort interdisziplinäre Projekte zu entwickeln und so einen bis
dato „verschlossenen“ Ort der Stadt zu öffnen, zu erobern und neu zu besetzen.

Ca. 1000qm
(1 großer ehemaliger Druckereisaal + einige kleinere Zimmer + Gänge) im ersten Stockwerk stehen
zur Verfügung.

EINREICHUNG: mail bis spätestens 8. Okt. 2010(nach der Besichtigung: 13. Sept.,17:00 Uhr;18.Sept., 14 Uhr)

Konzept
(mit Skizzen)

technical rider
(va. benötigte Stromleistungen. Es sind leider keine technischen Geräte vorhanden.)

Kurzer CV


per an: raum@veronikabarnas.net

 
Ansicht Hamerlingpark                                          Ansicht Ecke Skodag./Krotenthallerg.

 

 
ehemalige Druckereihalle, ca 800qm

 

 
Nebenräume,Gang